Verdauungs-Störungen: Wenn der Darm streikt

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Verdauungs-Störungen: Wenn der Darm streikt

 

Liebe geht durch den Magen – und das vor allem zum Fest der Liebe. Viele von uns nehmen über die Feiertage einige Kilos zu, die nur mit Keks-Karenz und viel sportlichem Einsatz wieder abgebaut werden können. Die Feiertags-Schlemmereien aber können uns nachträglich noch weitere, nicht sichtbare,  Spätfolgen bescheren: Blähbauch und Verdauungsstörungen. Vor mehr als hundert Jahren sagte der Arzt Franz Xaver Mayr: „Chronische Darmstörungen sind das weitest verbreitete und verhängnisvollste Leiden des modernen Menschen“. Stimmt das Zitat? Leider ja – aber nur wenigen ist dies auch bewusst.

Zu viel, zu fett, zu süß

Weihnachten ist ja nur einmal im Jahr. Da kann man auch mal über das Ziel hinausschießen – so die landläufige Meinung. Das Problem ist nur, dass sich viele Verdauungstrakte gar nicht mehr erholen. Denn, nicht nur Keks, Braten und Punsch schwächen unser Verdauungssystem. Der normale Ernährungsalltag alleine birgt genügend Konsumfallen, die uns schwächen oder gar krank machen können. Stichwort „Säuren-Basen-Haushalt“. Für die einen eine Art Glaubensbekenntnis, für andere ein Reizwort. Fakt ist jedoch: Unausgewogene und ballaststoffarme Ernährung, gepaart mit mangelnder Bewegung, ist eine Kombination, die sauer macht und den Magen/Darm-Trakt in seiner Aktivität bremst. 

So ein Krampf: Probiotika gegen Magenzwicken?

Probiotika werden gerne als Multitalente gehandelt: Sie sollen die natürlichen Abwehrkräfte stärken, vor Erkältungen schützen und die Verdauung fördern. Lactobazillen und Co. sind tatsächlich gut für den Darm. Was die meisten aber nicht wissen, ist, dass viele Verdauungsstörungen durch Elektrolyt-Defizite verursacht werden. Salze, also Mineralien wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, spielen für die Muskelaktivitäten des Darms (für die sogenannte „Peristaltik“) eine entscheidende Rolle – und sind in Probiotika nicht enthalten. Hat der Körper zu wenig davon, fehlt den Darmmuskeln das Öl und der Treibstoff für ihre rhythmische Bewegung. Die Folgen sind lahme Darmmuskeln, die auf Impulse nicht reagieren -  die Verdauungsmuskulatur wird träge. Mineralstoff-Defizite machen Muskeln schwerfällig. Ob es sich dabei um die Waden- oder Darmmuskulatur handelt, spielt keine Rolle. Wir nehmen beide Beschwerden als Verspannungen wahr.

Drei Säulen für einen ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt

Vollwertige Grundnahrungsmittel, Bewegung und pflanzliche Mineralstoffe haben drei angenehme Nebeneffekte: Vollkorn reguliert den Säuren-Basen-Haushalt, Bewegung  macht schlank und natürliche Mineralstoffe aktivieren den Darm.

Fertigprodukte (Stichwort „Schnelle Küche“) sind fast immer leere, dumme Kalorienträger. Konsumieren wir diese Industrie-Produkte, so zwingen wir unseren Körper, die körpereigenen Mineralreserven (vor allem aus den Knochenspeichern) zu plündern. Wir konsumieren „Basenräuber“, ohne es zu wissen. Die gesunde Alternative: Vitalstoffreiche Grundnahrungsmittel.

Tägliche Bewegung an der frischen Luft wäre optimal, zumindest aber 2-3 Mal pro Woche. Dabei ist besonders wichtig, darauf zu achten, dass die körperliche Aktivität unseren Kreislauf anregt. Warum? Weil vor allem eine regelmäßige Stimulierung der Pulsfrequenz dazu führt, dass die Darmmuskulatur besser durchblutet wird. Diese Darmdurchblutung ist – neben dem Quellungsdruck des Nahrungsbreies – der zweitwichtigste Stimulus für die Darmperistaltik.

Magnesium- und Kalium-arme Ernährung ist weiter verbreitet, als vermutet. Warum ist dies so? Weil viele Elektrolyte einfach durch technologische Raffinierungsverfahren verloren gehen. So enthält Fertig-Püree nur mehr 10% des Mineralstoffgehaltes von Kartoffeln. Auch hier gilt: Obst statt Obstsaft, gegarte Kartoffeln statt Pommes.

Der Magen-Darm-Trakt ist bescheiden

Um seine Verdauungsprobleme in den Griff zu bekommen, muss man nicht Medizin studieren. Einfach öfter an Großmutters Weisheiten denken: In Bewegung bleiben und sich an den Gemüse- und Obst-Regalen bedienen.

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